04.05.2016

Schlacht bei Langensalza 1866 – ein Projekt

Vor nunmehr 150 Jahren war unsere kleine, beschauliche Stadt Schauplatz einer folgenreichen Schlacht im letzten deutschen Bruderkrieg. Preußen und Hannoveraner, Verbündete Österreichs, trafen bei Langensalza aufeinander
(BAD wurde Langensalza erst 1956). Trotz eines Sieges auf dem Schlachtfeld mussten sich die Hannoveraner den militärisch stärkeren Preußen unterwerfen. Das hatte weitreichende Folgen: Das Königreich Hannover hörte auf, zu existieren, und unter Preußens Führung wurde später das deutsche Kaiserreich gegründet.
Die Schlacht bei Langensalza am 27.Juni 1866 war im März 2016 das Thema eines regionalgeschichtlichen, lehrplanrelevanten Projektes des Geschichtskurses 1 der 11. Jahrgangsstufe des SALZA-Gymnasiums Bad Langensalza.
Eigene Recherche, verbunden mit gezielten Informationen aus unterschiedlichen Quellen, sollte uns in die Lage versetzen, das historische Ereignis zu erläutern und einzuordnen. Es wurden Projektgruppen gebildet, die sich zu Spezialthemen informieren und darüber jeweils einen Vortrag halten sollten. In den Gruppen beschäftigten wir uns mit dem historischen Hintergrund des Schlachtgeschehens, mit dem Ergebnis und den Folgen der Schlacht, dem Einsatz des Roten Kreuzes und dem Verhalten der Langensalzaer Bevölkerung.
Ein Besuch des Stadtmuseums im Augustinerkloster ermöglichte uns einen guten Einstieg in die Arbeit. Museumsleiterin Frau Tominski gewährte uns mit ihren überaus kompetenten Ausführungen einen tiefen Einblick in die Zusammenhänge und veranschaulichte das Gesagte anhand von Exponaten, auf die das Museum sehr stolz ist. So wird z.B. die originale Feder gezeigt, mit der die Kapitulationsurkunde der Hannoveraner unterzeichnet wurde.
Die Doppelstunde Geschichte am nächsten Tag nutzten alle Schülergruppen zur intensiven Auseinandersetzung mit ihren Themen. Dabei konnten wir Materialien nutzen, die unserem Gymnasium vor einiger Zeit durch den Förderverein und die „Anni-Berger-Stiftung“ finanziert wurden.
Höhepunkt der Projektarbeit war der Gang auf das ehemalige Schlachtfeld auf dem Jüdenhügel und am Badewäldchen. An besonderen, ausgewählten Orten des Schlachtgeschehens sollte die Präsentation der vorbereiteten Beiträge erfolgen. Heftige Kälte und das unwirtliche Wetter sorgten aber dafür, dass nur der erste der Vorträge, wie geplant am Denkmal der Coburg- Gothaer gehalten wurde. Zwar wurden uns durch unsere Projektleiterin Frau Fabris noch wesentliche geografische Anhaltspunkte gezeigt, die Exkursion wurde jedoch abgekürzt und die anderen Vorträge fanden in der Schule statt. Das Gesamtergebnis des Projektes wurde schließlich noch in Schautafeln visualisiert, die nun im Geschichtsraum am Schulplatz präsentiert werden.
„Ich finde, dass dieses Projekt eine gute Idee ist. Es ist spannend, sich mit der Vergangenheit unserer Stadt auseinander zu setzen“ resümierte Lisa Beyer. Auch die anderen Projektteilnehmer sind der einhelligen Meinung, dass den oft recht theoretischen Inhalten des Unterrichtsfaches Geschichte auf diese Art anschauliches Erleben entgegengesetzt wurde.
Artikel von: Johanna Winterberg, Franziska Görnandt, Friederike Scholz A17GE1

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